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Auf bösem Boden

Release: Auf bösem Boden

Auf bösem Boden
NFO
Inhaltsangabe

Unter allen Spielarten der Gewalt im Kino ist der Sadismus vielleicht die ehrlichste. Aus der unverstellten Freude am Foltern und Morden mit ihren komischen Verwicklungen speist sich seit den 60er-Jahren das Genre des B-Movies in nicht geringem Ausmaß. Die österreichische Low-Budget-Produktion "Auf bösem Boden" (2007) knüpft inhaltlich und ästhetisch eben dort an. Viel mehr als ein am Filmzitat und an sich selbst berauschtes Laienspiel ist die Horrorpersiflage von Peter Koller zwar nicht. Dennoch lief der Film gleich bei einer ganzen Reihe von Independent-Festivals und erscheint nun mit reichlich Bonusmaterial als Doppel-DVD.

Am Anfang steht ein Paar auf Wohnungssuche. Romeo (Aleksandar Petrovic), der die unerfreuliche Ausstrahlung eines Neonazis besitzt, und seine durchgeknallte Julia (Birgit Stauber) haben eine ganz besondere Liegenschaft im Blick: ein ekelerregendes Fabrikgelände, das bei dem freakigen Duo rüde Sexfantasien auslöst. Der schmierige Makler (Faris Rahoma) erweist sich schnell als mordlüsterner Psychopath, den Romeo halb in Notwehr, halb im Blutrausch niedermetzelt. Beim Versuch, die Leiche auf dem Fabrikgelände zu verscharren, wird er vom nicht minder wahnsinnigen Hausbesitzer (Kari Rakkola) überrascht. Der hält bereits zwei hysterische Hippies gefangen und verbuddelt sein wenig beeindrucktes neues Opfer bis zum Hals im Boden.

Mit reichlich Anleihen bei der Filmgeschichte inszeniert Peter Koller die Rettungsversuche der abgebrühten Julia. Er belehnt die Coolness des jungen Tarantino ebenso wie ein paar Roadmovie-Motive des Trash-Papsts Russ Meyer und den staubigen Nihilismus des Spaghetti-Westerns. Immerhin: Von brutalen Slasher-Sequenzen bleibt man hier verschont. Zwar stehen Kettensäge und Axt griffbereit, verfehlen aber regelmäßig ihr Ziel. Stattdessen schickt Koller sein unbedarftes Ensemble in ein Slapstick-Finale, das die Grenze zur Albernheit überschreitet. Als Kultfilm könnte der tumbe Spaß natürlich trotzdem begriffen werden. Käme halt darauf an, wen man fragt.

Klanglich bringt die DVD die Actionsequenzen ordentlich zur Geltung: Die 5.1-Spur arbeitet recht druckvoll, präzise und mit dezenten Surroundeffekten. Das Cinemascope-Bild wird High-End-Ansprüchen deutlich weniger gerecht. Die leicht verwaschenen Farben und bisweilen flimmernden Detailkonturen gehen allerdings als adäquates Stilmittel eines Low-Budget-Films gerade noch durch. Umfangreich ist das Bonusangebot: Neben dem Audiokommentar des Regisseurs und seiner beiden Cutter bietet die Bonus-DVD unter anderem entfallene Szenen und den düsteren Experimentalkurzfilm "Skrypt" mit fast identischer Besetzung wie das Mainfeature. Kernstück ist hier jedoch ein Making Of, das mit eineinhalb Stunden Laufzeit fast etwas übers Ziel hinausschießt.

ED2K-Links

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